Stadt Wilthen

 

Tabellarische Ortsgeschichte der Stadt Wilthen

1222

25. Februar, älteste Erwähnung Wilthens.

1241

Der König von Böhmen überläßt Wilthen dem Bischof von Meißen.

1276

Ritter Gunzelin von Willintin wird in Budissin als Zeuge vernommen.

1290

wird Ritter Gunzelin von Willentin genannt.

1293

wird Wilthen bei der Bestätigung einer Schenkung erwähnt.

1310

1. Mai: Das Domstift zu Budissin kauft den Bischofszehnten von Wilthen.

1329

verkauft Thize von Wilthen den niederen Teil von Wilthen an das Domstift zu Bautzen.

1400

Von dieser Zeit ab gab es bis 1610 mehrere Gutsteile in Wilthen. Erste Erwähnung einesWebers
im Budissiner Einwohnerverzeichnis "henczil weber de Willintein".

1412

verkauft Hans von Gebelzig dem damaligen Pfarrer von Wilthen, Nicolaus Stolpen in Wilthen,
gewisse Jahreszinsen und eine Gartennahrung zur Aussteuer des von dem Pfarrer gestifteten
St. Barbara Altares.

1415

1. Januar, bestätigt Bischof Rudolf diesen Altar.

1454

Hans von Haugwitz aus dem Hause Putzkau kommt in den Besitz Wilthens.

1512

Aus diesem Jahr stammt die älteste Glocke Wilthens. Sie wog 564 Kilogramm.

1521

13. November, verkauften die von Rechenberg zu Oppach zu einem Jahreszins von 5 Mark
Groschen für 56 Mark an den St. Barbara Altar zu Wilthen.

1525

erhielten die drei Söhne Jacob, Christoph und Peter von Haugwitz das Dorf Wilthen mit
Irgersdorf.

1545

Neubelehnung der Brüder Jacob II., Christoph, Micharl und Peter mit dem Vorwerke zu
Wilthen.

1559

Einführung der Reformation.

1577

erste Lokalrevision der Kirche.

1584

brach die Pest aus.

1585

zählte man 185 Pestleichen.

1601

wird die erste Orgel erwähnt, erbaut von Georg Loose in Budissin.

1619

Wilthen zählt 9 Dreiviertelufner, 8 Halbhufner, weiterhin 4 Fünfruthner, 6 Ausspänner, 15Gärtner,
5 Kleingärtner und 26Häusler.
Kauf des Rittergutes durch den Kurfürst Johann Georg I.

1623

Schenkung des Rittergutes an Reinhard Freiherr von Taube.

1630/31

werden 354 Taler für den Bau des Ostteils der Kirche verausgabt.

1633

werden Strafgelder in der Kirchenkasse aufgeführt, "welche die gegeben haben, so an
Feiertagen gearbeitet haben."

1651

wird die Kirchschule erbaut.

1668

wird die Pfarre ausgebaut.
Reinhard Dietrich Freiherr von Taube ersucht um Verleihung des Stadtrechts für Wilthen.

1669

15. März, erhält Wilthen Markt- und Stadtgerechtigkeit.

1674

wird geklagt, "daß die Kirchväter weder Ziffern noch einen Buchstaben kennen, auch ihres
hohen Alters wegen kein Geld mehr kennen".

1675

Erste Erwähnung der Papiermühle in Wilthen.

1687

brennen 27 Häuser im Oberdorfe ab.

1702

wurde die zweite Glocke gegossen von Michel Weinhold in Dresden. Gewicht: 249 Kilogramm.

1703
bis
1706

führte man einen Kirchen- und Turmbau aus.

1741

Hauptmann Adam Friedrich von Braun erbaut das Herrenhaus im Rittergute.

1758

Österreichische Truppendurchmärsche in Richtung Cunewalde und Hochkirch.

1783

Der kurfürstliche Hauptmann von Zittwitz kauft das Rittergut.

1786

12. Mai, Eröffnung des Jägerhauses.

1789

Großfeuer: Sechs Häuser brennen ab. Eine Spritze wird angeschafft.

1791

werden die östlichen Wirtschaftsgebäude der Pfarre angebaut.

1795

erfolgt ein Umbau der Schule.

1801

Das untere Stockwerk der Pfarre wird massiv ausgebaut.

1803

starb der letzte adelige Besitzer des Rittergutes Tobias von Zittwitz.

1813

Plünderungen und Requirierungen russischer Truppen. Ein russisches Lager befand sich im Niederdorf.

1826

zählte Wilthen 600 Einwohner mit 100 Häusern, die Landwirtschaft betrieben.
In diesem Jahr wird eine neue Orgel gesetzt von Wilhelm Trampeliusin Adorf

1837

Der Domstift erwirbt das Rittergut durch Kauf. Die Schule im Oberdorf wird gebaut.

1842

1. Mai, Gründung der Firma Hünlich durch C.T. Hünlich.

1854

Die Kirche erhält ein Ziegeldach.

1856

wird die kleine Glocke gegossen durch Jo. Gotth. Große. Sie wiegt 100 Kilogramm.

1857

wurde eine Postexpedition eingerichtet.

1872

4. Dezember, Gründung der Firma C.G. Thomas AG durch C.G. Thomas .

1877

1. September, Eröffnung der Eisenbahn nach Neukirch, Sohland, Bautzen.

1878

Erbauung der neuen Schule.

1882

Dr. Rentzsch wird Pfarrer in Wilthen.

1888

Tautewalde erhält eine eigene Schule, die zu Oberwilthen wird geschlossen. Umbau der Pfarre.

1890

Konstruktion der ersten Schertuchsäummaschine "fleißige Nähmamsell"durch Robert Thomas.

1892

Steueramt und Steueraufsichtsposten kommen nach Wilthen.

1893

wird eine neue Turmuhr angeschafft. Das neue Geläut wird geweiht.

1895

Gründung der Wilthener Schuhfabrik Albert Kloas KG

1899

brennt die Papiermühle.

1900

hat Wilthen 2458 Einwohner und 400 bewohnte Gebäude.

1901

8. Juli, wird der Grundstein zum Kirchenbau gelegt.

1902

Weihe der Kirche. Neue Orgel von Eule, Bautzen.

1905

werden an der Schule zwei Flügel angebaut.

1906

schlägt der Blitz in den Kirchturm.

1907

wird eine Gemeindeschwester eingestellt. Einrichtung der ersten Konsum-Verkaufsstelle.

1908

September, Gründung der Firma Spinnerei und Weberei Oskar Paul Sperling KG.

1911

Bau der Wasserleitung

1913

Gründung der Firma Koffer und Lederwarenfabrik Liebscher & Stolle, KG,

1916

Gleisanschluss der Firma E. G. Thomas.
Gründung der Firma Baumwoll- und Juteweberei Ernst Grahl

1917

hat Wilthen 2618 Einwohner in 750 Haushalten und 410 bewohnten Gebäuden.

1918

Gleisanschluss der Firma Hünlich

1918

König Friedrich August in Wilthen

1920

Eröffnung des Bades.

1921

1. Juni, Gründung der Firma Augustin & Co., KG, Mechanische Weberei und Kaschierwerk.

1921

Eröffnung des Sportplatzes

1922

treffen neue Glocken von Bierling (Dresden) ein. 700-Jahr-Feier.

1926

Gründung der Mechanischen Baumwollweberei Hillmann & Thonig

1927

Aufnahme der Produktion der "Weberei und Segeltuchwarenfabrik Martin Forker KG".

1927

Weihe der St. Barbara-Kapelle im Bereich des domstiftlichen Gutes.

1932

500 Arbeitslose in Wilthen.

1936

hat Wilthen 4200 Einwohner in 1310 Haushalten und 709 bewohnten Gebäuden. Nur noch 30
Arbeitslose in Wilthen.

1945

Die Schrecken und Zerstörungen des 2. Weltkrieges gehen an Wilthen vorbei.

1946

30. Juni Enteignung der "Spinnerei und Weberei C.G.Thomas AG". Ab 1953 VEB Vegro Wilthen.

1950

Enteignung der Firma Hünlich. Ab 1. Juli 1951 "VEB Weinbrand Wilthen".

1954

Gründung des VEB(K) Kunststofferzeugnisse Wilthen.

1976

Einweihung des Anbaus an der neuen Schule.

1985

Baubeginn des Neubaugebietes an der Schulstrasse.

1989

4. Januar, Übergabe der POS II.

1989/90

Runder Tisch in Wilthen.

1990

Fertigstellung der Turnhalle.

1990

Erste Freie Wahlen auch auf kommunaler Ebene in Wilthen.

1992

POS II wird Städtisches Gymnasium, Goethe-Schule wird Mittelschule, Grundschule erhält
Container-Bau.

1992/2003

Beginn der Sanierung der Bahnhofstrasse, danach Zittauer- und Dresdener Strasse.

1992

Ausbau der Industriebrache VEGRO zum HZO

1993

Neueröffnung des Jugendhauses.

1993/95

Generalsanierung der Goethe-Mittelschule.

1994

Modernisierung der Südfassade am Städtischen Gymnasium.

1995/96

Anbau am Wilthener Gymnasium für die naturwissenschaftlichen Fächer.

1999

Kultusminister Dr. Rößler besucht das Gymnasium.

2002

Festwoche am Gymnasium. Umbenennung in Immanuel-Kant-Gymnasium Wilthen

2003

Festwoche an der Mittelschule zum 125-jährigen Bestehen dieser Schule.

 

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